Die 20 schönsten Bauernmärkte in Österreich

Frühmorgendliches Markttreiben, der Duft von warmem Brot, ein kurzer Plausch mit der Bäuerin über den richtigen Erntezeitpunkt von Paradeisern: Österreichs Bauernmärkte sind weit mehr als reine Einkaufsorte. Sie sind lebendige Knotenpunkte regionaler Identität, Treffpunkt für Gourmets und Nahversorger für alle, die Herkunft und Qualität ihrer Lebensmittel schätzen. Von der Wiener Freyung bis zum Kornmarktplatz in Bregenz, vom Klagenfurter Benediktinermarkt bis zur Markthalle in Innsbruck: Jedes Bundesland hat seine Marktikonen, an denen Bauern und Produzenten direkt aus der Region ihre Waren anbieten.

Was einen guten Bauernmarkt ausmacht

Ein authentischer Bauernmarkt zeichnet sich durch mehrere Merkmale aus: Die Ware stammt direkt vom Erzeuger, ohne Zwischenhandel. Das Sortiment folgt den Jahreszeiten – im Frühling Jungpflanzen und Spargel, im Sommer Beeren und Paradeiser, im Herbst Kürbis und Maroni, im Winter Wurzelgemüse und Einsiedegläser. Kurze Transportwege, oft nur wenige Kilometer, sichern Frische und reduzieren den ökologischen Fußabdruck. Und schließlich der soziale Aspekt: Am Marktstand erfährt man, wie der Käse gereift ist, wann die Kartoffeln gerodet wurden und welches Rezept die Bäuerin für das saisonale Gemüse empfiehlt.

Wien: Vier Klassiker mit Geschichte

1. Naschmarkt (Wien)

Der Naschmarkt an der Linken und Rechten Wienzeile ist Wiens bekanntester Markt und ein internationales Aushängeschild. Auf rund 1,5 Kilometern Länge reihen sich Stände mit österreichischen Spezialitäten, orientalischen Gewürzen, italienischer Feinkost und asiatischer Küche. Samstags ergänzt der legendäre Flohmarkt das Geschehen. Wer frische heimische Produkte sucht, findet diese vor allem an den Ständen im vorderen Bereich Richtung Karlsplatz.

  • Standort: Linke/Rechte Wienzeile, 1060 Wien
  • Öffnungszeiten: Mo-Fr 6:00-19:30, Sa 6:00-18:00 Uhr
  • Besonderheit: Internationales Flair, Flohmarkt samstags

2. Brunnenmarkt (Wien-Ottakring)

Der Brunnenmarkt im 16. Bezirk existiert seit 1671 und gilt als längster Straßenmarkt Wiens. Er hat sich in den letzten Jahren zum Publikumsliebling entwickelt und verbindet traditionelle Marktstände mit einer multikulturellen Nachbarschaft. Direkt anschließend lädt der Yppenplatz zum Verweilen mit Kaffeespezialitäten und Brunch-Ständen ein – besonders lebendig an Samstagen, wenn der Bauernmarkt den Platz füllt.

  • Standort: Brunnengasse/Yppenplatz, 1160 Wien
  • Öffnungszeiten: Mo-Fr 6:00-19:30, Sa 6:00-18:00 Uhr; Bauernmarkt am Yppenplatz Sa 6:00-14:00 Uhr
  • Besonderheit: Seit 1671, längster Straßenmarkt Wiens

3. Karmelitermarkt (Wien-Leopoldstadt)

Der Karmelitermarkt im 2. Bezirk gilt als charmantester Marktplatz Wiens. Zwischen festen Ständen, Bio-Bauern und kleinen Gastronomiebetrieben mischt sich ein entspanntes Grätzl-Publikum mit Touristen. Besonders an Freitagen und Samstagen verwandeln regionale Bauern den Platz in eine authentische Frisch- und Bio-Bühne mit Käse, Brot, Fleisch und Fisch überwiegend aus biologischer Landwirtschaft.

  • Standort: Karmeliterplatz, 1020 Wien
  • Öffnungszeiten: Mo-Fr 6:00-19:30, Sa 6:00-17:00 Uhr; Bauernstände Fr und Sa
  • Besonderheit: Hoher Bio-Anteil, entspannte Atmosphäre

4. Bauernmarkt Freyung (Wien-Innere Stadt)

Der Bauernmarkt an der Freyung im 1. Bezirk ist der nobelste Bauernmarkt der Stadt. Trotz innerstädtischer Lage wirkt der Platz vor dem Schottenstift fast wie ein Dorfplatz. An rund 30 Ständen präsentieren ausgewählte Produzenten aus Niederösterreich und dem Burgenland Feinstes aus heimischer Landwirtschaft – von Bio-Fleisch über Räucherfisch bis zu Honig und handgeflochtenen Weidenkörben.

  • Standort: Freyung, 1010 Wien
  • Öffnungszeiten: Fr und Sa 8:00-19:30 Uhr
  • Besonderheit: Hochwertige regionale Direktvermarkter in Top-Lage

Niederösterreich: Marktstadt St. Pölten

5. Wochenmarkt am Domplatz (St. Pölten)

Zweimal pro Woche verwandelt sich der Domplatz in St. Pölten – der zweitgrößte Platz der Landeshauptstadt – in einen Treffpunkt für Feinschmecker. Bauern und Direktvermarkter aus dem Mostviertel bieten Obst, Gemüse, Fleisch von Schwein, Rind, Lamm und Geflügel sowie Kaninchen- und Wildspezialitäten an. Frische und geräucherte Fische, Käse, Sauerkraut, Blumen und Kräuter runden das Angebot ab. Liebevoll nennen die Einheimischen den Markt auch den „Bauch“ von St. Pölten.

  • Standort: Domplatz, 3100 St. Pölten
  • Öffnungszeiten: Do und Sa 7:00-12:30 Uhr
  • Besonderheit: Größter Markt der Landeshauptstadt, breite Produktpalette

6. Josefsmarkt am Pater-Paulus-Platz (St. Pölten)

Der Josefsmarkt im Süden von St. Pölten ist der klassische Bauernmarkt der Landeshauptstadt: Seit 1979 bieten hier jeden Freitag 15 bis 20 Direktvermarkter ausschließlich selbst erzeugte Produkte an. Das Sortiment reicht von Brot und Dinkelprodukten über Fleisch vom Hochlandrind, Hirsch und Wildgeflügel bis zu Rohmilchkäse, Imkerhonig, Most, Wein und Schnäpsen. Wer die Bäuerinnen und Bauern der Region persönlich kennenlernen will, ist hier genau richtig – der Markt lebt von Stammkundschaft, Rezeptaustausch und kurzen Wegen vom Hof auf den Tisch.

  • Standort: Pater-Paulus-Platz (bei der Josefskirche), 3100 St. Pölten
  • Öffnungszeiten: Fr 7:00-12:00 Uhr, ganzjährig
  • Besonderheit: Seit 1979, reiner Direktvermarkter-Markt

Oberösterreich: Stadt und Salzkammergut

7. Südbahnhofmarkt (Linz)

Der Südbahnhofmarkt ist legendär in Linz und erlebte in den letzten Jahren eine Renaissance als Genuss-Hotspot. An regulären Markttagen dominieren Obst-, Gemüse- und Bauernstände, ergänzt durch Kaffeerösterei, Kleinbrauerei und vegetarische Beisln. Am Samstagvormittag flanieren Linzer unter den alten Bäumen, treffen sich auf einen Kaffee oder ein Glas Wein und erledigen den Wochenendeinkauf in entspannter Atmosphäre.

  • Standort: Südbahnhofstraße, 4020 Linz
  • Öffnungszeiten: Mo-Sa, Hauptmarkttage Di, Fr und Sa ab 6:30 Uhr
  • Besonderheit: Verbindung aus Markt und Gastronomie-Szene

8. Bauernmarkt Gmunden am Traunsee

Der Gmundner Bauernmarkt findet auf dem Rathausplatz direkt am Traunsee statt – eine der malerischsten Marktkulissen Österreichs. Während der Saison bieten Salzkammergut-Bauern Molkereiprodukte aus Ziegen- und Schafmilch, geräucherten Fisch aus heimischen Seen, Wildspezialitäten und Bergkräuter. Der Markt ist überschaubar, aber jeder Stand ausgesucht – ein Muss für Feinschmecker auf Oberösterreich-Reise.

  • Standort: Rathausplatz, 4810 Gmunden
  • Öffnungszeiten: Di 7:00-12:00 Uhr
  • Besonderheit: Traumhafte Seelage, Salzkammergut-Spezialitäten

Salzburg: Tradition auf höchstem Niveau

9. Schrannenmarkt (Salzburg)

Die Salzburger Schranne zählt neben dem Naschmarkt zu den bekanntesten Wochenmärkten Österreichs. Seit 1906 versammeln sich donnerstags rund um die Andräkirche am Mirabellplatz bis zu 190 Marktstände. Ab 5 Uhr früh – eine Besonderheit der Schranne – bieten Bauern und Gastronomen regionale Spezialitäten an: Bauernspeck, Alpkäse, geselchtes Fleisch, frische Eier, Blumen und saisonale Produkte wie Palmbuschen zu Ostern oder Adventkränze im Winter. Ein Backhendl direkt am Stand gehört zum Pflichtprogramm.

  • Standort: Mirabellplatz/Andräkirche, 5020 Salzburg
  • Öffnungszeiten: Do 5:00-13:00 Uhr (an Feiertagen Mi)
  • Besonderheit: Seit 1906, 190 Stände, berühmtes Backhendl

10. Grünmarkt am Universitätsplatz (Salzburg)

Vor der barocken Kulisse der Kollegienkirche in der Salzburger Altstadt findet der Grünmarkt seit etwa 1857 statt. Anders als die Schranne ist er ein täglicher Markt – von Montag bis Samstag versorgen rund 40 Stände Einheimische und Touristen mit frischem Obst und Gemüse, Käse, Fleisch, Backwaren, Spirituosen und Blumen. Ein Salzburger Tipp: Die Würstelstände am Samstag, an denen die „Frische“ mit Kren und Salzstangerl zum Insider-Treff wird.

  • Standort: Universitätsplatz, 5020 Salzburg
  • Öffnungszeiten: Mo-Fr 7:00-19:00, Sa 6:00-15:00 Uhr
  • Besonderheit: Seit ca. 1857, täglicher Markt, Kulisse der Altstadt

Steiermark: Kernöl-Country und Biomarkt-Hochburg

11. Kaiser-Josef-Markt (Graz)

Der Kaiser-Josef-Markt gleich hinter der Grazer Oper ist der älteste Bauernmarkt des Landes und existiert offiziell seit 1879. Rund 20 bäuerliche Stände garantieren kurze Transportwege – im Schnitt fahren die Bauern nur etwa 14 Kilometer bis zum Markt. Kernöl, Käferbohnen, steirische Äpfel, der berühmte Grazer Krauthäupl, Kürbisse im Herbst: Hier zeigt sich die steirische Kulinarik in ihrer ganzen Vielfalt. Seit der Umgestaltung 2019/2020 hat sich auch die umliegende Gastronomie zu einem Treffpunkt entwickelt.

  • Standort: Kaiser-Josef-Platz, 8010 Graz
  • Öffnungszeiten: Mo-Sa 6:00-13:00 Uhr
  • Besonderheit: Seit 1879, ältester Bauernmarkt Österreichs

12. Bauernmarkt am Lendplatz (Graz)

Der Lendplatz-Bauernmarkt liegt im pulsierenden, etwas alternativen Stadtteil Lend. Hier verkaufen Bauern aus der Steiermark ohne Zwischenhändler direkt an Kundschaft. Rund um den Markt haben sich individuelle Gastronomiebetriebe angesiedelt, die das Frühstücken auf dem Platz zum beliebten Wochenendritual gemacht haben. Besonders lebendig: der Freitag und Samstag, wenn das Angebot am größten ist.

  • Standort: Lendplatz, 8020 Graz
  • Öffnungszeiten: Mo-Sa 6:00-13:00 Uhr
  • Besonderheit: Gastro-Szene, Treffpunkt beim Marktfrühstück

Kärnten: Alpen-Adria-Flair

13. Benediktinermarkt (Klagenfurt)

Kenner nennen ihn den „Bauch von Klagenfurt“: Der Benediktinermarkt ist seit 1948 das kulinarische Herz der Landeshauptstadt. Bis zu 140 Standler bieten donnerstags und samstags Produkte aus Kärnten, Friaul und Slowenien an – ein echter Alpen-Adria-Markt. Die vier Markthallen rund um den Platz sind von Montag bis Samstag geöffnet. Jeden Freitag ergänzt in der Lidmanskygasse ein reiner Biomarkt das Angebot mit ausschließlich ökologisch erzeugten Lebensmitteln.

  • Standort: Benediktinerplatz, 9020 Klagenfurt
  • Öffnungszeiten: Do und Sa 6:00-13:00 Uhr (Markthallen Mo-Sa 6:30-18:00 Uhr); Biomarkt Fr 6:00-13:00 Uhr
  • Besonderheit: Alpen-Adria-Sortiment, 75-jährige Geschichte

14. Pörtschacher Bauernmarkt am Wörthersee

Von Anfang Mai bis Ende Oktober verwandelt sich Pörtschach am Donnerstagabend in einen Genussplatz am See. Der Pörtschacher Bauernmarkt ist einer der schönsten saisonalen Märkte Österreichs: Bauern aus der Region bieten frische Produkte an, während die untergehende Sonne den Wörthersee in goldenes Licht taucht. Das Angebot reicht von Kärntner Nudeln und Kasnudelfüllungen über frische Beeren bis zu hausgemachten Säften und Likören. Ein Abendmarkt für Einheimische und Urlauber gleichermaßen.

  • Standort: Ortszentrum Pörtschach, 9210 Pörtschach am Wörthersee
  • Öffnungszeiten: Anfang Mai-Ende Oktober, Do ab 18:00 Uhr
  • Besonderheit: Abendmarkt am Wörthersee, Kärntner Spezialitäten

Tirol: Alpine Vielfalt

15. Markthalle Innsbruck

Die Markthalle am Inn wurde 1913 eröffnet und beherbergt heute Tirols größten Bauernmarkt. Der historische Jugendstilbau verbindet sich mit einem modernen Zubau zu über 1.800 Quadratmetern Verkaufsfläche. Täglich bringen Landwirte aus dem Inntal, dem Wipptal und den umliegenden Seitentälern Speck, Graukäse, Almkäse, Rohmilch, Zirbenprodukte, Almkräuter, Honig und Schnaps. An Freitagen und Samstagen lockt zusätzlich das Bauernfrühstück im hinteren Teil der Halle.

  • Standort: Herzog-Siegmund-Ufer 1-3, 6020 Innsbruck
  • Öffnungszeiten: Bauernmarkt Mo-Sa 7:00-12:00 Uhr; Handel Mo-Fr 7:00-18:00, Sa 7:00-13:00 Uhr
  • Besonderheit: Seit 1913, Tirols größter Bauernmarkt unter einem Dach

16. Wochenmarkt Kitzbühel

In der Hauptsaison von Ende Juni bis Ende Oktober verwandelt sich der Kitzbüheler Vorderstadt-Bereich samstags in einen charmanten Bauernmarkt. Zwischen den pastellfarbenen Bürgerhäusern bieten Bergbauern aus den Kitzbüheler Alpen Tiroler Speck, Almkäse, Kaminwurzen, Kräuter und Honig an. Der Markt ist klein, aber sorgsam kuratiert – und die Kulisse einzigartig alpin-elegant.

  • Standort: Marktplatz, 6370 Kitzbühel
  • Öffnungszeiten: Ende Juni-Ende Oktober, Sa 8:00-12:00 Uhr
  • Besonderheit: Alpine Kulisse, regionale Bergbauernprodukte

Vorarlberg: Bodensee und Bregenzerwald

17. Dornbirner Wochenmarkt

Der Dornbirner Wochenmarkt vor der Martinskirche zählt laut Umfragen zu den beliebtesten Wochenmärkten Vorarlbergs. Über 70 Stände – ein Großteil davon Bauern und Direktvermarkter – reihen sich vom Marktplatz bis in die Schulgasse. Bergkäse aus dem Bregenzerwald, Obst aus dem Rheintal, Honig von regionalen Imkern, Kräuter und Blumen: Das Angebot zeigt die ganze Bandbreite der Ländle-Landwirtschaft. Marktrecht besteht in Dornbirn seit 1793.

  • Standort: Marktplatz, 6850 Dornbirn
  • Öffnungszeiten: Mi und Sa 8:00-12:00 Uhr (Sommer bis 12:30 Uhr)
  • Besonderheit: Über 70 Stände, Rahmenveranstaltungen wie Blumenmarkt oder Töpfermarkt

18. Bregenzer Wochenmarkt am Kornmarktplatz

Der Bregenzer Wochenmarkt direkt am Bodensee ist ein Paradebeispiel für regionale Saisonalität. Am Kornmarktplatz und in der unteren Kaiserstraße bieten rund 35 Marktfahrer frisches Obst und Gemüse, fangfrischen Bodenseefisch, Brot und Blumen. Die Lage zwischen Kunsthaus und Vorarlberg Museum macht den Marktbummel zum Kulturereignis. Freitags ergänzt der reine Bauernmarkt in der Kaiserstraße das Angebot.

  • Standort: Kornmarktplatz/Kaiserstraße, 6900 Bregenz
  • Öffnungszeiten: Di und Fr 8:00-13:00 Uhr (Wochenmarkt); Bauernmarkt Fr 8:00-12:00 Uhr
  • Besonderheit: Bodenseefisch, Nähe zu Kunsthaus und Museen

Burgenland: Pannonische Spezialitäten

19. Wochenmarkt Eisenstadt

Die burgenländische Landeshauptstadt zeigt ihre regionalen Stärken auf dem Wochenmarkt in der Fußgängerzone. Seit Jahrzehnten verkaufen hier Bäuerinnen und Bauern aus dem Seewinkel und dem Leithagebirge Produkte, die das pannonische Klima prägt: sonnengereiftes Obst und Gemüse, heimische Fleisch-, Schinken- und Fischspezialitäten sowie typisch burgenländische Strudelvariationen. Ergänzt wird das Angebot durch die Markthalle Kulinarium Burgenland in den ehemaligen Stallungen gegenüber Schloss Esterházy – ein fixer Treffpunkt für Genießer.

  • Standort: Fußgängerzone Innenstadt, 7000 Eisenstadt
  • Öffnungszeiten: Wochenmarkt Fr 7:00-12:00 Uhr; Markthalle Kulinarium Do-Fr 9:00-13:00, Sa 8:30-12:30 Uhr
  • Besonderheit: Pannonische Spezialitäten, Markthalle beim Schloss

20. Markt der Erde in Parndorf

Der Markt der Erde in Parndorf ist eine Besonderheit unter Österreichs Bauernmärkten: Als erster und einziger Earth Market Österreichs folgt er den strengen Richtlinien von Slow Food International und der Stiftung für Biodiversität. Nur Produzenten aus einem definierten Umkreis dürfen verkaufen, die Produkte müssen handwerklich und nachhaltig hergestellt sein. Das Ergebnis: Ein kuratierter Markt mit außergewöhnlich hoher Produktqualität und transparenten Herstellungswegen.

  • Standort: Schulgasse 1g, 7111 Parndorf
  • Öffnungszeiten: Nov-März jeden 1. Sa/Monat, April-Okt jeden 1. und 3. Sa/Monat, 9:00-14:00 Uhr
  • Besonderheit: Earth Market von Slow Food, strenge Qualitätskriterien

Übersicht: Die 20 schönsten Bauernmärkte auf einen Blick

Nr.MarktBundeslandMarkttag/e
1NaschmarktWienMo-Sa
2Brunnenmarkt/YppenplatzWienMo-Sa
3KarmelitermarktWienMo-Sa (Bauernstände Fr/Sa)
4Bauernmarkt FreyungWienFr und Sa
5Wochenmarkt Domplatz St. PöltenNiederösterreichDo und Sa
6Josefsmarkt St. PöltenNiederösterreichFr
7Südbahnhofmarkt LinzOberösterreichMo-Sa
8Bauernmarkt GmundenOberösterreichDi
9Schrannenmarkt SalzburgSalzburgDo
10Grünmarkt SalzburgSalzburgMo-Sa
11Kaiser-Josef-Markt GrazSteiermarkMo-Sa
12Lendplatz-Bauernmarkt GrazSteiermarkMo-Sa
13Benediktinermarkt KlagenfurtKärntenDo und Sa
14Pörtschacher BauernmarktKärntenDo (Mai-Okt)
15Markthalle InnsbruckTirolMo-Sa
16Wochenmarkt KitzbühelTirolSa (Jun-Okt)
17Dornbirner WochenmarktVorarlbergMi und Sa
18Bregenzer WochenmarktVorarlbergDi und Fr
19Wochenmarkt EisenstadtBurgenlandFr
20Markt der Erde ParndorfBurgenland1. Sa/Monat (und 3. Sa Apr-Okt)

Tipps für den perfekten Marktbesuch

Früh kommen lohnt sich. Die beste Auswahl gibt es in den ersten ein bis zwei Stunden nach Marktbeginn. Wer eine bestimmte Spezialität sucht, sollte beim ersten Besuch ruhig fragen, wann sie am frischesten angeboten wird.

Korb und Stoffbeutel einpacken. Viele Stände verzichten mittlerweile auf Plastikverpackung – der eigene Weidenkorb oder Jutesack spart Müll und sieht obendrein gut aus.

Bargeld bereithalten. Zwar akzeptieren immer mehr Standler Karten- und Mobilzahlung, bei kleineren Bauern ist Bargeld aber oft noch die sichere Option.

Saison beachten. Wer echte Regionalität erleben will, orientiert sich am Saisonkalender: Spargel und Erdbeeren im Mai, Paradeiser und Zucchini im Sommer, Kürbis und Maroni im Herbst, Wurzelgemüse und Einsiedeprodukte im Winter.

Gespräche suchen. Am Bauernmarkt entstehen die besten Rezeptideen und Zubereitungstipps – die Produzenten wissen genau, was mit ihren Waren gelingt.

Häufige Fragen zu Bauernmärkten in Österreich

Was unterscheidet einen Bauernmarkt vom Wochenmarkt?

Auf einem reinen Bauernmarkt verkaufen ausschließlich Bauern und Direktvermarkter Waren aus eigener Erzeugung. Wochenmärkte können darüber hinaus auch Händler mit zugekauften Produkten, Imbiss-Stände oder Textilien führen. Die meisten größeren österreichischen Märkte sind Mischformen.

Sind Bauernmärkte teurer als Supermärkte?

Tendenziell ja – dafür erhält man Produkte mit transparenter Herkunft, kürzeren Transportwegen und meist höherer Frische. Bei saisonalen Produkten wie Äpfeln, Kartoffeln oder Kürbis sind die Preise oft sogar konkurrenzfähig.

Welche Bauernmärkte sind ganzjährig geöffnet?

Die meisten großen Stadtmärkte wie Naschmarkt, Schranne, Kaiser-Josef-Markt, Benediktinermarkt oder die Markthalle Innsbruck finden ganzjährig statt. Saisonale Märkte wie Pörtschach oder Kitzbühel sind auf die warmen Monate beschränkt.

Welcher ist der älteste Bauernmarkt Österreichs?

Der Kaiser-Josef-Markt in Graz gilt als ältester offizieller Bauernmarkt des Landes – er existiert seit 1879. Der Brunnenmarkt in Wien ist mit Gründungsjahr 1671 zwar älter, versteht sich aber als Straßenmarkt mit breiterem Sortiment.

Weiterführende Quellen

Für detaillierte Infos zu Markttagen, Sonderveranstaltungen und Spezialitäten lohnt sich ein Blick auf die offiziellen Websites:

Ob Schrannentreff donnerstags in Salzburg, Alpen-Adria-Genuss in Klagenfurt oder Bodenseefisch am Bregenzer Kornmarktplatz: Österreichs Bauernmärkte erzählen in jedem Bundesland eine eigene kulinarische Geschichte. Wer Region und Saison bewusst erleben will, findet hier Lebensmittel mit Herkunft – und ein Stück österreichisches Lebensgefühl dazu.

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